Projektanfrage

30 Jahre Myrtha Pools in Australien

Im Jahr 1996 installierte Myrtha Pools sein erstes Schwimmbecken in Australien. Dreißig Jahre später hat sich aus diesem ersten Projekt eine landesweite Präsenz entwickelt, die die australische Wasserlandschaft mitprägt – von kommunalen Schwimmanlagen für den Schwimmunterricht bis hin zu internationalen Wettkampfstätten.

„Kommunale Schwimmbäder sind ein geschätzter und unverzichtbarer Bestandteil unserer Lebensweise. Hier lernen Kinder schwimmen, Familien bleiben aktiv und Nachbarn kommen zusammen. Royal Life Saving ist Myrtha dankbar dafür, seit 30 Jahren dazu beizutragen, diese Einrichtungen modern, sicher und für Gemeinschaften im ganzen Land zugänglich zu halten.“ Justin Scarr, CEO von Royal Life Saving Australia.

Dieses Jubiläum steht für weit mehr als nur Beständigkeit. Es markiert drei Jahrzehnte der Zusammenarbeit mit dem australischen Aquatiksektor – geprägt von Leistung, Innovation und einem konsequenten Fokus auf langfristigen Mehrwert.

„Als wir 1996 dieses erste Schwimmbecken in Perth gebaut haben, führten wir eine Technologie in Australien ein, die auf diesem Kontinent damals nahezu unbekannt war. Dreißig Jahre später stehen Myrtha Pools im Zentrum einiger der bedeutendsten Wasseranlagen der südlichen Hemisphäre. Wir sind außerordentlich stolz auf das, was entstanden ist – nicht nur aus Edelstahl und Wasser, sondern auch an Vertrauen, Leistung und Partnerschaft mit der australischen Aquatik-Community.“ Roberto Colletto, CEO von Myrtha Pools.

Die Geschichte von Myrtha in Australien begann im Challenge Stadium in Perth, heute bekannt als Perth High Performance Centre in Mount Claremont, im Vorfeld der 8. FINA-Weltmeisterschaften 1998. Die Aufgabe war klar definiert: Ein Outdoor-Wasserpolobecken sollte die Kapazitäten der Anlage erweitern.

Die Lösung war alles andere als konventionell. Myrtha führte sein modulares Edelstahlsystem ein, das damals in Australien nahezu unbekannt war, und realisierte ein eingelassenes 33-Meter-Becken mit umlaufender Überlaufrinne. Was darauf folgte, wurde zu einem entscheidenden Moment. Während die angrenzenden gefliesten Betonbecken bereits nach weniger als einem Jahrzehnt umfangreiche Sanierungsmaßnahmen benötigten, blieb das Myrtha-Becken mit minimalem Wartungsaufwand in Betrieb. Der Unterschied war nicht theoretisch. Er war praktisch, sichtbar und messbar. Diese Leistung schuf Vertrauen. Im Jahr 2007 entschied sich die Anlage erneut für Myrtha, um zwei bestehende 50-Meter-Außenbecken mithilfe der RenovAction-Technologie für die FINA Masters-Weltmeisterschaften zu sanieren. Es war ein frühes Beispiel für ein Prinzip, das Myrthas Arbeit in Australien bis heute prägt: Langlebigkeit und Lebenszykluswert stehen über kurzfristigen Baukosten.

Zehn Jahre nach seinem Debüt in Australien wurde Myrtha ausgewählt, an einer der bedeutendsten Wasseranlagen des Landes mitzuwirken: dem Melbourne Sports and Aquatic Centre, besser bekannt als MSAC. Für die Commonwealth Games 2006 realisierte Myrtha ein 50-Meter-Wettkampfbecken im Außenbereich, das internationalen Wettkampfstandards entspricht. Ausgestattet mit einer Beweglichen Trennwand und einem Beweglichen Boden bietet das Becken die notwendige Flexibilität für unterschiedliche Wassersportdisziplinen und zugleich die Präzision, die im Spitzensport erforderlich ist. Bis heute gilt die Anlage als Referenzprojekt und beherbergt sowohl internationale Veranstaltungen als auch den täglichen öffentlichen Betrieb. Sie zeigt, wie Investitionen im Zusammenhang mit großen Sportereignissen zu dauerhafter öffentlicher Infrastruktur werden können, wenn sie mit einer langfristigen Perspektive geplant werden.

Im Jahr 2011 realisierte Myrtha eine vollständige Multi-Becken-Anlage im South Australia Aquatic and Leisure Centre in Adelaide, das heute als eine der schnellsten Schwimmanlagen der Welt gilt. Das Zentrum wurde als High-Performance-Standort konzipiert. Myrtha war an mehreren Becken beteiligt, darunter das olympische Wettkampfbecken sowie ein Tiefwasserbecken für Wasserspringen und Wasserball. Bewegliche Trennwände ermöglichen unterschiedliche Konfigurationen, während Unterwasserfenster Training, Analyse und Broadcasting unterstützen. Das SAALC markierte eine neue Phase der Präsenz von Myrtha in Australien: nicht nur Technologie einzuführen, sondern Anlagen mitzugestalten, in denen Spitzensport, Training und gemeinschaftliche Nutzung miteinander verbunden werden. Auch wenn große Anlagen Myrtha Sichtbarkeit verschafft haben, reicht der Einfluss des Unternehmens in Australien weit über Prestigeprojekte hinaus.

Heute sind mehr als 200 Myrtha Pools im ganzen Land in Betrieb. Viele davon sind kommunale Einrichtungen für Schwimmunterricht, Freizeit und Rehabilitation – essenzielle Infrastruktur in einem Land, in dem Wassersicherheit als grundlegende Fähigkeit gilt. Partnerschaften mit Organisationen wie Royal Life Saving Australia sowie Beiträge zu regionalen und abgelegenen Gemeinschaftsprojekten spiegeln ein umfassenderes Engagement wider: den Zugang zu Wasseranlagen zu verbessern, Sicherheitsziele zu unterstützen und aktive Gemeinschaften zu fördern. Dieser Ansatz entspricht dem australischen Verständnis von Schwimmbädern – nicht nur als Sportinfrastruktur, sondern auch als wichtige gesellschaftliche und gemeinschaftliche Orte.

„30 Jahre Präsenz in Australien zu erreichen, ist nicht nur ein Meilenstein, sondern auch eine Verantwortung. Es spiegelt das Vertrauen wider, das wir innerhalb der Branche und in den Gemeinschaften, mit denen wir arbeiten, aufgebaut haben. Unsere Aufgabe besteht heute darin, Australien weiterhin mit nachhaltigen, leistungsstarken und langfristig ausgelegten Lösungen zu unterstützen. Wir bauen nicht einfach nur Schwimmbecken; wir leisten einen Beitrag zum sozialen und gesellschaftlichen Gefüge dieses Landes.“ Chiara Cenati, Country Manager von Myrtha Pools Australia.

Aktuelle Projekte zeigen weiterhin, wie sich Wasseranlagen weiterentwickeln. Das Parramatta Aquatic Centre, ausgezeichnet beim World Architecture Festival 2024 und prämiert mit dem IOC-IAKS Architekturpreis 2025, steht beispielhaft für einen umfassenderen Wandel in der Planung von Schwimmbädern – eine Verbindung aus technischer Leistung, Nachhaltigkeit, architektonischer Qualität und gesellschaftlichem Mehrwert.

Diese Auszeichnungen bekräftigen eine langjährige Überzeugung: Erfolgreiche Wasseranlagen werden nicht nur für sportliche Leistung konzipiert, sondern auch dafür, Menschen, Gemeinschaften und das öffentliche Leben langfristig zu unterstützen. Dreißig Jahre später definiert sich Myrthas Präsenz in Australien nicht durch ein einzelnes Projekt, sondern durch einen kontinuierlichen Beitrag zur Entwicklung der Wasserinfrastruktur des Landes. Von einer wegweisenden Installation in Perth bis hin zu einem Netzwerk von Anlagen für Spitzensportler und lokale Gemeinschaften gleichermaßen spiegelt dieser Weg eine klare Philosophie wider: Wasserlösungen auf Basis von Innovation, Zuverlässigkeit und langfristigen Partnerschaften zu schaffen.

Bildnachweis fĂĽr das letzte Foto: M&J Builders & Blueprint Aquatics

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